VSWFFM Logo 2018

Rote Listen

Rote Listen sind Verzeichnisse ausgestorbener, verschollener und gefährdeter Tier- und Pflanzenarten, aber werden zum Teil auch für Artengesellschaften, Biotoptypen oder Landschaften aufgestellt. Sie sind als wissenschaftliche Fachgutachten zu verstehen, in denen der Gefährdungsstatus einzelner Arten (oder Biotope) für einen bestimmten Bezugsraum dargestellt ist. Sie bewerten die Gefährdung anhand der Bestandsgröße und der Bestandsentwicklung und werden in regelmäßigem Zeitabständen fortgeschrieben (bei Vögeln i.d.R. im 5-Jahre-Turnus).

Rote Listen haben sich als zentrales Bewertungsinstrument in der Naturschutzpraxis seit mehr als drei Jahrzehnten bewährt und die Einstufungen dienen auch heute noch als wichtige Argumentationsgrundlage im Biotop- und Artenschutz.

Kurzgefasst dienen Rote Listen:

  • der Information der Öffentlichkeit über die Gefährdungssituation der Arten und Biotope
  • als objektives, nachvollziehbares Fachgutachten zu Bestandssituation, Bestandstrend und Gefährdung einzelner Arten bzw. Biotope
  • als Entscheidungshilfe für Naturschutz und Landschaftsplanung (z.B. Ausweisung von Schutzgebieten, Beurteilung und Abwehr von Eingriffen)
  • als Gradmesser für Handlungsbedarf im Natur- und Artenschutz
  • als Erfolgskontrolle von Schutz- oder Artenhilfsmaßnahmen in mittel- bis langfristigen Zeiträumen
  • als Datengrundlage für gesetzgeberische Maßnahmen und internationale Rote Listen
  • als Beitrag für eine Zustandsanalyse der Erhaltung biologischer Vielfalt im jeweiligen Bezugsraum (Biodiversität als globales Schutzgut).
  • der Stärkung des politischen Stellenwertes des Naturschutz

Für Vögel hat man sich in Deutschland geeinigt, Rote Listen im fünfjährigen Turnus fortzuschreiben. Als Grundlage für die Einstufung in die Gefährdungskategorien dienen in den neueren Roten Listen Kriterien, die auf quantitativen Bestands- und Trenddaten beruhen (z.B. Rückgang um >20% oder >50%; Brutpaarzahlen). Diese richten sich im Wesentlichen nach dem Kriteriensystem der International Union for the Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) und wurden auf Deutschland bzw. die entsprechenden Bundesländer heruntergebrochen.

Die aktuellen Roten Listen der Brutvögel Deutschlands und der Bundesländer in unserem Geschäftsbereich:

Rote Liste der Brutvögel Deutschlands (5. Fassung, November 2015; http://www.drv-web.de/zeitschrift/aktuellesinfo/

Rote Liste der Brutvögel Hessens (10. Fassung, Mai 2014; pdf)
Rote Liste der Brutvögel von Rheinland-Pfalz (2014); https://mueef.rlp.de/fileadmin/mulewf/Publikationen/Rote_Liste_Brutvoegel_RLP_05052015.pdf

Rote Liste der Brutvögel des Saarlandes (8.Fassung, 2007; http://www.ornithologie-saar.de/projekte/roteliste

Weitere Informationen über Rote Listen im allgemeinen und andere Tier- und Pflanzenarten bzw. Biotope finden Sie www.bfn.de/0322_rote_liste.html.

Bewertung des Erhaltungszustandes von Brutvogelarten

In Hessen erfolgte zusätzlich eine Bewertung des Erhaltungszustandes der Brutvogelarten. Diese sog. „Ampelbewertung“ erfolgt in regelmäßigen Abständen. Die Einstufungen zu den einzelnen Arten können der zum Download bereitgestellten Veröffentlichung in unserer Fachzeitschrift „Vogel und Umwelt“ entnommen werden.

Alle einklappen
Alle aufklappen
Dateiname Grösse
An Adobe Acrobat file Rote Liste HessenVorhergehende Datei herunterladen 1.34 MB





Unsere Träger 

Träger HSMTräger RPTräger SaarlandTräger FFM

 

Die Vogelschutzwarte ist Mitglied im Netzwerk BioFrankfurt:
BioFrankfurtLogoneudt med

Staatliche Vogelschutzwarte
für Hessen, Rheinland-Pfalz
und Saarland

Fon: +49 (0)69 420105 0

KontaktImpressum | Datenschutz