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Wasservögel füttern?

Obwohl sehr beliebt bei Jung und Alt, ist das Füttern von halbzahmen Wasservögeln an Park- und Stadtgewässern besonders problematisch. Überfütterte und falsch ernährte Tiere werden leicht krank. Und in unseren dicht bevölkerten Teichen breiten sich Krankheiten schnell aus. Wie wir zum Leben Sauerstoff in der Atemluft benötigen, brauchen Fische und andere Wassertiere im See den Sauerstoff, der zudem mit Erwärmung des Gewässers darin immer weniger gespeichert wird. Dazu kommt ein weiteres Problem vieler Seen und Teiche in der Stadt: zu viele Nährstoffe im Wasser - und damit noch weniger "Luft" zum Atmen. Diese Nährstoffe werden als Futter für Enten und Fische - meist Brotreste - ins Wasser geworfen. Vieles davon wird gefressen - aber ein großer Teil bleibt übrig. Es wird von Bakterien im Wasser abgebaut, die dabei wieder den ohnehin knappen Sauerstoff verbrauchen. Algen entwickeln sich üppig in solchen "überdüngten" Gewässern, auch sie werden später abgebaut - wieder unter Sauerstoffverbrauch.

Zuerst wird es dann für Fische und andere Wassertiere gefährlich: Sie ersticken, wenn der See "umkippt". Im schlimmsten Fall, wenn der Sauerstoff verbraucht ist und immer noch zuviel Futter vorhanden ist, beginnt es im Schlamm und im Wasser zu faulen. Dabei können sich Gifte bilden, an denen sogar Wasservögel sterben. Zum Beispiel an "Botulismus". Auch um das Risiko der Ausbreitung der Vogelgrippe zu minimieren, sollte grundsätzlich auf das Füttern von Wasservögeln verzichtet werden. Die Freude am Beobachten der oft bunten Wasservogelschar bleibt uns dagegen unbenommen!